Es gibt Dinge, die findet man als Norddeutsche(r) nicht nur verwirrend, sondern auch zunehmend sinnlos.
Aber vielleicht erzähl ich lieber mal, was ich gestern erlebt habe.
Ich bin also zur Uni gefahren um mich von meiner mündlichen Prüfung abzumelden. Ernsthaft. Ich habe nicht alles wiederholt gekriegt (namentlich fehlte mir ein großer Teil der Vorlesung, als ich noch nicht da war) und wollte mir und meinem Prof dieses Elend ersparen.
Als ich an der Unicafeteria (Café Campus) vorbei ging habe ich mich schon extrem gewundert. Ungefährer Gedankengang: "Warum tragen die alle blütenweiße Hemden und Röcke und haben einen riesigen Blumenkranz auf dem Kopf?!"
Naja, nachdem ich also meine moralische Pflicht erfüllt hatte (lieber persönlich abmelden als gar nicht aufzutauchen - bei dem Prof muss ich die Prüfung eh nochmal machen in 2 Semestern) ging es weiter Richtung Innenstadt. Spezifischer: Post.
Bei der Post war alles normal - bis auf grumpelige Mitarbeiter und ungeduldige Vordermänner in der Schlange, die sich aufregen wenn sie mal eine Minute (ehrlich, mehr kanns nicht gewesen sein) warten müssen.
Bei der Bäckerei hingegen... ich wäre ja fast rückwärts wieder rausgestolpert oder umgekippt. Hier zeigte sich mir aber besonders, dass irgendwas Besonderes sein muss. Irgendein Feiertag den ich wieder nicht mitgekriegt hatte vielleicht? Die Bedienungen (weiblich, jung, maximal Mitte 20) trugen Miniröcke, (weit) geöffnete weiße Hemden, Krawatten, hochhakige Schuhe, einen Polizeihut und eine Marke. Seltsam fand ich es immer mehr, der Feiertag fiel mir auf Teufel komm raus nicht ein.
Beim Comicladen angekommen diskutierte ich da mit dem Ladenbesitzer und einer guten Freundin drüber.
Ergebnis: Gestern war Rosenmontag! Da habe ich nicht drüber nachgedacht. Warum ist Rosenmontag so früh dran, das ist doch sonst immer Mitte bis Ende Februar? Möglicher Lösungsvorschlag: Es ist an Ostern gekoppelt und das ist dieses Jahr ja auch bereits am 23. März.
Ich mein, da denke ich als Norddeutsche nicht dran. Ja, ich habe mit dem Comicladenbesitzer einmal ein fröhliches "Da simma dabei!" gesungen, aber das kenne ich auch nur, weil es auch zu vielen anderen Gelegenheiten passt. Aber wozu braucht man Fasching (pardon: Karneval) nochmal genau?
Achja: Bei Saturn hat sich keiner verkleidet. Aber ich habe nicht als einzige komisch geguckt (die jungen Männer neben mir ebenfalls), als ich die Mitarbeiterin am Infostand erblickte deren Hemd vollständig aufgeknöpft war und nur durch einen einzigen Knopf (oder warens doch zwei?) zusammengehalten wurde, der an dieser Stelle auch noch extrem spannte.
Wäre ich nicht so kurzsichtig hätte ich auch noch die Farbe des BHs erkennen können.
Ich weiß ja nicht ob es jetzt Saturns Strategie ist dem (männlichen) Klientel bewusst einen Herzinfarkt zu geben... bleiben die Kunden dann länger zum Einkaufen? Oder erhofft man sich durch den Menschenauflauf der sich dann bilden würde eine Umsatzsteigerung?
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Currently hearing: Idina Menzel - Gorgeous
So, das ist jetzt für all die Leute, die sich von meinem letzten Eintrag auf den Schlips getreten fühlten:
@an diejenigen die nicht gesagt haben "Ach, BWL? Da übernimmst du bestimmt bald die Firma deiner Eltern!"...
Ich rechne es euch hoch an, wirklich. Ich habe auch nie gesagt, dass das alle meine Familienmitglieder oder Freunde gesagt haben (oder doch? Kann mich jedenfalls nicht dran erinnern). Diese Kommentare kamen eher aus dem weiteren Verwandten- und Mitarbeiterkreis. Ebenso von sämtlichen Leuten die man auf Geburtstagen der Verwandtschaft so trifft und die meinen einen schon ewig zu kennen und überall ihre unqualifizierte Meinung abzugeben.
Okay? Gut.
@meine älteste Schwester
Ich habe deine Mail gelesen, ich habe sie wirken lassen und sie zur Kenntnis genommen. Ich verstehe durchaus, dass du das Bachelor/Mastersystem für den größten Müll unter der Sonne hältst - mir geht es nicht anders, ändern kann ichs aber nicht. Ich weiß ebenfalls, dass du Geschichte studiert hast und deinen Magister hast, das ist nicht einfach so an mir vorübergegangen, und ich weiß auch, dass du hinsichtlich des Studierens einfach mehr Ahnung hast als ich. Kunststück, du bist ja auch 7 Jahre älter. Ich weiß auch, dass du am Telefon gesagt hast, dass die Wahl natürlich bei mir liegt, das möchte ich gar nicht bestreiten, das muss ich aber im Eifer des Gefechts vergessen haben im Forum in meine Argumentation zu schreiben und ich hatte keine Lust mehr das nachträglich auf Blog-Format zu bringen (Blog schreibt sich übrigens nur mit einem G ;P ).
Und natürlich hat mich niemand gezwungen BWL zu studieren, mir fiel nur zu dem Zeitpunkt nichts anderes ein und das habe ich jetzt bereits mehrmals gesagt.
Entschuldigung. Die Sache ist gegessen. (Überleg dir das gut, sonst mache ich nicht beim Spiel der Einweihungsfeier mit. :P )
Allerdings finde ich es jetzt auch von oberster familiärer Seite nicht nett am Telefon durchklingen zu lassen, dass ich nur nach Göttingen möchte weil da ja Nina und Manu wohnen. Natürlich ist das ein Faktor der mit einwirkt, das bestreite ich ja auch gar nicht. Aber Frankfurt/Oder stand auch nur bei den möglichen Unis damals zur Auswahl weil J. hier ist, sonst hätte ich die gar nicht in Betracht gezogen. Auch Hamburg, Münster und Frankfurt/Main standen nur zur Auswahl, weil ich da wen kenne um am Anfang nicht vollends alleine zu sein. Das gebe ich ja offen und ehrlich alles zu, da habe ich ja auch keine Probleme mit. Ich will diesen Monat Frankfurt Oder auch nicht als Fehler bezeichnen - es ist nur letzten Endes nicht das, was ich mir für die nächsten 5 Jahre vorstellen kann und möchte. Ich würde gerne die Chance nutzen die man mir gibt und in Göttingen etwas studieren was ich durchweg interessant finde - ist das so abwegig? Ich habe mich in der Schule durch den Matheunterricht gequält, auch wenn er hin und wieder dank meiner Sitznachbarin sehr lustig war. Im Vorkurs habe ich mich allerdings mit Sachen konfrontiert gesehen, von denen ich nie was gehört oder gesehen habe, ebenso in den Mathevorlesungen. Ich weiß, dass Mathe in BWL nur eine Hilfswissenschaft ist. Aber was nützt es, wenn ich sogar an der Hilfswissenschaft scheitere? Außerdem will ich nicht nach 5 Jahren sagen: "Ach Scheiße, du hast 5 Jahre lang etwas studiert was du nicht magst." Ich gedenke nicht ein Zweitstudium zu machen, von daher will ich im Erststudium etwas machen was ich mag.
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Currently hearing: Indigo Girls - Closer to Fine
Man müsste sich mal wieder selbst besuchen.
Doch man ist ja immer so gehetzt.
Ich habe neulich bei mir angerufen,
doch es war die ganze Zeit besetzt.
Man müsste sich viel öfter selber fragen:
"Alles klar? Das eine weiß ich ja:
Egal, was kommt, ich brauch es nur zu sagen,
und dann bin ich sofort für mich da".
Man müsste sich mal in 'ner Kneipe treffen,
auf ein Kölsch, so ganz für sich allein,
um dann in aller Ruhe zu besprechen:
"Bin ich glücklich?", und: "Wie wird es sein?".
Man hätte sich 'ne Menge zu erzählen.
Viele Dinge würd' man anders sehn.
Man würde ein paar harte Fragen stellen,
und man würde Fehler eingestehn.
Es gäbe Gründe, um sich aufzuregen:
"Ich bin nicht der Mensch, der ich mal war!
Und will ich dieses Leben weiter leben?
Wann seh ich die Dinge endlich klar?"
Man würde, um sich selber wachzurütteln,
lautstark viele Sachen kritisiern.
Die Leute würden mit den Köpfen schütteln.
Tja. Man würde sich wohl schwer blamiern.
Wise Guys - Dialog
Das Lied passt gerade wie die Faust aufs Auge.
Ehrlich gesagt fühle ich momentan zu müde und ausgelaugt um meinen Standpunkt erneut zu schreiben. Daher seid mir bitte nicht böse, wenn ich das einfach aus meinem Forum rauskopiere:
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G.: Knifflig, ja.
Da musst du wohl oder übel abwiegen und dich fragen, ob du mit deiner Zweitwahl auf die Dauer glücklich sein wirst. BWL ist ja ein sehr klischeebehaftetes Studienfach. Wobei die Geisteswissenschaften auch so ihre Klischees haben. Ist halt ne blöde Zwickmühle.
Ich: Mir geht es weniger darum ob dieses und jenes Studienfach klischeebehaftet ist (denn das ist doch irgendwie jedes), sondern darum, ob ich etwas studieren möchte was ich durchaus interessant finde ODER ob ich etwas studiere mit dem ich relativ sichere Arbeitsplatzaussichten habe.
Die Frage wäre also, fange ich mit Geschichte/Philosophie (he, es musste ein weiteres 2-Fach-Bachelor Fach sein und dazu zulassungsfrei und die Auswahl war nicht so bombig) in Göttingen neu an, oder mache ich das Semester BWL hier fertig und probiere _dann_ zu wechseln und bei BWL zu bleiben. Latürnich ist das ein großer Sprung von BWL zu Geschichte, quasi direkt in die andere Richtung.
Nur ist die Sache folgende: Geschichte halt ich für WIRKLICH interessant. Habe ich immer, werde ich immer. Ich liebe Geschichte, auch wenn meine Schulnoten das nie so gezeigt haben (aber Schulnoten sind sowieso nichts als Schall und Rauch, das hat mir spätestens meine ehemalige Mitbewohnerin bestätigt). BWL ist so... hin und wieder denke ich mir: "Ach schau, das wusstest du ja noch gar nicht!" Und dann bin ich für die nächste Dreiviertelstunde wieder eingeschlafen in der Vorlesung (ja doch, ist mir schon öfter passiert). Meine allgemeine Haltung BWL gegenüber ist eher so: "Hmpf ja, solltest du je ein eigenes Unternehmen haben, dann wäre es recht hilfreich das zu wissen... *einschlaf*"
Nichts habe ich öfter gehört in den letzten paar Monaten als "Ach, BWL? Na, dann kannst du ja bald den Betrieb deiner Eltern übernehmen!" Ja schön, werde ich auch mal gefragt? Auf Gegenfragen, warum meine Schwestern das nicht machen könnten, kam immer ein: "Naja, aber deine Schwestern zeigen ja kein reges Interesse!" Ja und? Habe ich auch nicht. Ich möchte nicht abstreiten, dass ich es vielleicht irgendwann mal tue, aber ich habe keinen Bock mich jetzt in diese Schublade reinpressen zu lassen. Ich bin noch nicht mal 20, verdammt! Nicht jeder kann wie mein Vater seit er 12 ist wissen, dass ihm sein Schulabschluss scheiß egal ist, weil er eh eine eigene Firma gründen wird! Newsflash an alle: Wenn ich noch einmal höre, dass ich ja die Firma meiner Eltern übernehmen kann, dann schreie ich so laut, dass man es in ganz Deutschland hört. Egal ob Berlin, Münster, Hamburg oder München. Wahlweise breche ich zusammen und werde ein Häufchen Elend. Ich darf mir seit ich 12 bin anhören, dass ich ja die Firma fortführen werde (also im Prinzip seit meine älteste Schwester Abitur gemacht hat und verkündete, sie würde gerne Germanistik studieren)! Das ist als Kind nicht schön, wenn man das jeden Tag zu hören bekommt und gleichzeitig von Freunden links und rechts zu hören kriegt, was die sich denn alles für ihre Zukunft ausmalen und man da selber ohne eigene Vorstellungen steht. Mit der Zeit wurde es schlimmer (meine zweitälteste Schwester studierte dann Anglistik und Literaturwissenschaften... glaube ich) und in den letzten Monaten extrem.
Ich möchte nicht extrem melodramatisch werden, aber es kotzt mich wirklich an. Besonders mein Vater hat scheinbar vergessen, dass ich nicht eine exakte Kopie von ihm bin (welchem Gott auch immer sei Dank), sondern ich lediglich nicht wusste, was ich machen soll. Besonders schön ist dann die Subtilität, mit der Eltern vorgehen. "Du MUSST das natürlich nicht machen, wir zwingen dich natürlich nicht. Es wäre nur schön, wenn deinen armen, alten, kranken Eltern im Alter jemand helfen würde..."
Ich habe BWL in meinen Unibewerbungen gewählt, weil ich nicht wusste was ich machen sollte. Im Tunnelblick war mein quasi einziger Gedanke nur: "Bloß nicht zu Hause bleiben. Scheißegal was du machst, nicht zu Hause bleiben. Studier meinethalben BWL, aber bleib bloß nicht zu Hause!!" Mein einziger Gedanke war, dass ich raus von zu Hause muss - sonst werde ich verrückt. Nun, seit dem Mathevorkurs bin ich raus von zu Hause und ich hatte etwas Zeit nachzudenken. Ist das wirklich was ich will? Oder ist das, was meine Eltern gerne von mir hätten?
Ich gehöre zu der Gruppe, die BWL nur als Übergangslösung betrachten. Es wird nie mein Traumstudienfach werden.
Wenn ich ehrlich bin, hält mich in FFO nichts außer 2-3 Leuten. Die Stadt mit Sicherheit nicht, der Anblick dieser heruntergekommenen Gebäude die man zu 80% sieht löst eher Depressionen aus. Weiterhin ist meine persönliche Hölle die geringe Anzahl an Buchläden (ja hallo? Ich habe bislang einen größeren gefunden. Bei rund 63000 Einwohnern. Sogar Wunstorf (mit Eingemeindungen rund 42000 Einwohner) hat mindestens 3 größere, gut sortierte. Maximal kann ich FFO noch anrechnen, dass ich momentan weiß wo alles ist und einen Stundenplan habe.
Und Göttingen... Göttingen ist halt Göttingen. Es ist mir wurscht, ob es jetzt ne Eliteuni ist oder nicht. Ich halte Göttingen auch nicht für den Nabel der Welt (solche Leute die das denken solls ja durchaus geben). Aber die Vielfalt die einem geboten wird ist deutlich höher. Okay, Göttingen hat ja auch rund doppelt so viele Einwohner. Aber viel wichtiger: Göttingen ist schon ewig Studentenstadt und hat dementsprechende Angebote.
(Mal von den anderen Vorteilen die Göttingen bietet die ich jetzt nicht namentlich nennen möchte (sie wissen ja schließlich, dass sie gemeint sind. )
Die Viadrina Uni in FFO besteht erst seit 1992 wieder richtig. Und ich hab eher das Gefühl, die haben sich gedacht: "Oh, um junge Leute [gerade aus Berlin] anzulocken bauen wir neue Gebäude und machen Kulturwissenschaften, Jura und Wirtschaftswissenschaften zulassungsfrei!" Und schwupps schon hat man über 5000 Studenten (immerhin mehr Einwohner als Hagenburg) und beugt zumindest etwas dem Bevölkerungsschwund entgegen und kurbelt etwas die Wirtschaft an. Und wenn man nicht gerade der Partytyp ist, dann nützen einem die 20000 Erstsemester- und sonstige Parties nicht gerade viel - es fehlt einfach eine Ausweichmöglichkeit (jedenfalls für mich).
... Tat gut, das alles zu schreiben, mal die Gedanken schweifen zu lassen und nur rumzuschwafeln - egal wie blöd ich rüberkommen mag.
.... Oh my, habe ich mir etwa gerade selbst die ursprüngliche Ausgangsfrage beantwortet? *unsicher nach oben blinzel*
K.: Also, imo hast du das eigentlich schon relativ gut beantwortet xD
Wahnsinn, hatte von solchen Konflikten bis dato nie was mitgekriegt, und jetzt passiert sowas in der Art innerhalb von einer Woche bei Kathy und bei dir.
Die Sache mit Geschichte...hm, nun, ich als Geschichts-LKler hab auch im Moment mit jemandem zu tun (der allerdings LKler aus der 13ten ist), der Geschichte studieren möchte und nicht weiß, was danach tun, mit diesem Studium. In der Berufsberatung wurde ihm gesagt, er soll studieren, was er möchte und nicht an die Berufseinstiegschancen danach denken. Allerdings wüsste ich z.B. mal gar nichts, was man mit einem abgeschlossenen Geschichtsstudium anfangen könnte, weiß ja nicht, wie's bei dir so aussieht?
Wenn du dich allerdings so durch BWL quälst frage ich mich, ob du das auf Dauer auch aushälst. Ich könnte das z.B. nicht, ich hab wahnsinnige Angst, dass das, was ich im Moment studieren möchte, nicht das ist, was ich am Ende meines Studiums studiert haben möchte, und dass ich dadurch auch nicht den notwendigen Elan und Ehrgeiz habe, um durchs Studium zu kommen. Klar würde dir BWL bei einer eventuellen (!!) Übernahme der Firma helfen, aber hey: Wer sagt eben, dass du das auch echt machst, weiß doch keiner, was in 10 Jahren sein wird.
Wenn BWL nicht dein Traumstudienfach ist, dann wird ein Vollblut-BWLer-Job danach wohl auch nicht ganz dein Traum sein, vermute ich. Und dann gibt's keine Übergangslösung mehr, so hart das jetzt leider ist :/
Ich find's ebenso seehr knifflig und drück' dir die Daumen, dass du eine Entscheidung treffen kannst, die du später nicht bereust und mit der du gut leben kannst *flausch*
Ich: Original von K.
Wahnsinn, hatte von solchen Konflikten bis dato nie was mitgekriegt, und jetzt passiert sowas in der Art innerhalb von einer Woche bei Kathy und bei dir.
Was nunmal daran liegt, dass die das Losverfahren so spät ansetzen. Es ging in Göttingen vom 1. bis zum 15. Oktober, also bis Vorlesungsbeginn. Dann müssen sie vermutlich erstmal gucken, wieviele wirklich kommen und dann werden die restlichen Plätze ausgelost. Organistorisch meiner Meinung nach nicht gerade ein Meisterstück. In Kassel wirds für Kathy ähnlich gewesen sein.
Zitat:
Allerdings wüsste ich z.B. mal gar nichts, was man mit einem abgeschlossenen Geschichtsstudium anfangen könnte, weiß ja nicht, wie's bei dir so aussieht?
Kommt immer darauf an, nicht wahr? Partout fällt mir auch nicht ein, was man mit einem abgeschlossenen Geschichtsstudium machen könnte. Vielleicht habe ich in 2 Wochen die große Erleuchtung, vielleicht auch erst in 5-6 Jahren wenn ich fertig bin, wer weiß das schon. Ich weiß aber auch, dass ich nur einmal lebe und nur einmal studieren werde. Und in mir festigt sich immer mehr der Gedanke, dass ich lieber etwas studieren möchte was ich mag als etwas, das alle anderen als sinnvoll betrachten. Ich habe nur einmal die Chance zu studieren, ich denke nicht an ein Zweitstudium (vielleicht dann BWL? *lol* ). Ebenso wie du habe ich Angst, dass ich nachher etwas studiere das ich nicht wollte und dementsprechend habe ich jetzt schon Befürchtungen, dass ich mit BWL nicht weit komme - glücklich werden schon gar nicht.
Danke für deine Sicht der Dinge. Seit gestern ist eh alles etwas im Wirrwarr bei mir und ich bin für jede Fremdmeinung dankbar. *drop* *knuddel*
Meine älteste Schwester meinte gestern zu mir, sie würde nicht wechseln. Mit nem Bachelor in Geschichte könnte man in Deutschland nichts anfangen und dementsprechend _muss_ man den Master machen. Wäre noch das kleinere Übel, ich mag es ja.
Meine beste Freundin steht hinter mir egal welche Entscheidung ich treffe - aber ich muss diese Entscheidung schnell treffen.
Meine Eltern habe ich noch nicht weiter gefragt. Aber ich gehe mal frech davon aus, dass sie meine Entscheidung respektieren werden. Und von den Kosten will ich nicht reden. Notfalls werde ich pampig und sage, dass sie M. und M. 5-6 Jahre lang ein Leben in München und Berlin ermöglicht haben - zeitgleich, da wird Göttingen ja wohl auch drin sein.
Meine zweitälteste Schwester habe ich noch nicht gefragt, aber ich rufe gerade an.
Vielleicht kriege ich ja auch noch meine Klavierlehrerin ans Telefon...
Natürlich gilt es auch Stoff aufzuholen. Ich habe ja mindestens 3 Wochen verpasst. Aber es ist das erste Semester und C. ist ja auch in Göttingen - der studiert ebenfalls Geschichte.
Oh Gott, ich wünschte J. wäre schon von der Uni zu Hause, damit ich sie damit konfrontieren kann und sie mir ebenfalls noch ihre Meinung kundtut und sich nicht nachher übergangen fühlt.
R.: Gestern Abend im Bett habe ich überlegt, ob die Entscheidung vielleicht leichter wäre, wenn du damals nen BWL-Platz in Göttingen bekommen hättest und jetzt NUR zwischen den Fächern entscheiden müsstest. Aber letztlich, erschien mir diese Konstruktion dann zu einfach, denn, machen wir uns nichts vor, ein Studium ist ebend och mehr als ein Fach oder eine Fächerkombination. Schwierig.
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Currently hearing: Wise Guys - Dialog